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Historischer Güterschuppen

Im Zuge mehrerer Um- und Erweiterungsbauten am Rangierbahnhof Chemnitz-Hilbersdorf wurde 1916/17 auch der Güterschuppen errichtet, um dem wachsenden Stückgutverkehr im Raum Hilbersdorf/Ebersdorf gerecht werden zu können.

Baubeginn war am 04.09.1916. Der Güterschuppen erhielt ein eigenes Rampengleis. Weitere Gleise bedienten eine separate Kopf- und Seitenladerampe. Der Straßenanschluss der Ladestraßen erfolgte über die Zufahrt zum Bahnbetriebswerk Chemnitz-Hilbersdorf an die Frankenberger Straße.

Am 30.10.1917 konnte der Güterschuppen seiner Bestimmung übergeben werden.
Die Baukosten betrugen 32.655 Mark. Der Güterschuppen wurde als solcher bis in die Mitte der 50-er Jahre genutzt. Nach und nach erfolgte eine Umnutzung als Lagerraum. Infolge unterlassener Instandhaltungsarbeiten verfiel die Bausubstanz zusehends. Mit der Stilllegung des Rangierbahnhofes Chemnitz-Hilbersdorf wurde 1996 das Gebäude de facto der Natur überlassen.

Im Oktober 2016 ist es dem Verein Eisenbahnfreunde „Richard Hartmann“ Chemnitz e.V. gelungen, das inzwischen denkmalgeschützte Gebäude zu kaufen und so vor dem gänzlichen Verfall zu retten.